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Partnerschaft mit Bafut, Kamerun

Unsere Partnerschaft



20 Jahre schon pflegt die reformierte Kirchgemeinde Biel eine Partnerschaft mit der presbyterianischen Kirche in Bafut, einem Königreich im Nordwesten Kameruns. Der Impuls dazu ging 1998 vom evangelischen Missionswerk Basel – Mission 21 – aus. Seither sind wir mit den Bafutern durch den gemeinsamen Glauben wie auch durch gemeinsame Projekte verbunden. Höhepunkt unserer Beziehung sind die jeweiligen Besuche. 2002 reiste eine erste Delegation nach Bafut, 2003 durften wir zum ersten Mal fünf Bafuter bei uns in Biel willkommen heissen.

Artikel über die bisherigen Besuche finden Sie hier:
•    Bieler Tagblatt vom 19. Oktober 2019
•    Reformiert im Juni 2019, August 2019, Dezember 2019

 


Der nächste Besuch



Vom 25. August bis zum 4. September 2022 bekommen wir wieder Besuch aus Bafut. Geplant ist ein reichhaltiges Programm, das viel Raum für Begegnungen und Austausch bietet. Bestimmt finden auch Sie etwas, das Sie interessiert. Genauere Informationen finden Sie im Flyer oder Sie kontaktieren uns direkt:

 

Flyer Besuch aus Bafut 2022

 

Tobias Zehnder, der zuständige Pfarrer, gibt Ihnen gerne weitere Auskünfte: tobias.zehnder(at)ref-bielbienne.ch, 079 194 08 75

 

 

 

Leben in Bafut



In Kamerun werden etwa 285 Sprachen gesprochen. Amtssprachen sind Französisch und Englisch. Letztere wird auch in Bafut gesprochen und gehört klar zur Minderheit. An der Sprachlinie entzünden sich auch die Konflikte im Land. Diese treten seit 2016 wieder verstärkt auf.

Ein zentralistisches Regierungssystem mit einem französischsprachigen Dauerpräsidenten verhindert eine demokratische Entwicklung. Die zunehmende Benachteiligung der englischsprechenden Minderheit führte zu Streiks und gewaltlosen Protesten, welche die Regierung mit steigender Repression beantwortete. Die Wortführer der Protestbewegung werden verfolgt, eingesperrt und wohl auch gefoltert.


Unsere Partner in Bafut bekommen das am eigenen Leib zu spüren. Auch sie sind Opfer von Gewalt und Zerstörung. 2017 wurden zwei christliche Wohnheime durch Brandanschläge völlig zerstört. Die Kirchgemeinden Biel und Busswil beteiligten sich durch Spenden am Wiederaufbau.


Die Gewalt kann immer wieder aufflammen. Dabei herrscht grosse Willkür. Wenn die Polizei etwa jungen Leute grundlos das Kleinmotorrad wegnimmt und vernichtet, berauben sie die Menschen ihrer einzigen Einkommensquelle. Viele nutzen ihre Motorräder als Taxi.


Auch Todesfälle sind zu beklagen. Menschen werden ohne erkennbaren Anlass erschossen. Der Bezirkspfarrer erzählt uns: «Wir stehen täglich in der Gefahr angegriffen und getötet zu werden – überall hier herum. Jeder, der den nächsten Tag erleben darf, ist dankbar. Willkürliche Verhaftungen und Geldforderungen sind auch an der Tagesordnung. Unter diesen Umständen wissen die Leute nicht, wie sie überleben sollen. …». Gleichzeitig betonen unsere Partner in Kamerun immer wieder, wie viel ihnen unsere Solidarität und unsere Gebete bedeuten.