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Biel

Hilfe für Familie nach Wohnungsbrand

Am Montagabend, 26. Februar, geriet das Leben von Peter und Wafaa Hiltbrand und ihren beiden Söhnen wegen einer kurzen Unachtsamkeit komplett aus den Fugen. Die 45-jährige Ehefrau und Mutter wollte kurz vor 21 Uhr ein paar Chicken-Nuggets anbraten, als sie von ihrem 16-jährigen Sohn abgelenkt wurde und im Gespräch mit ihm das heisse Öl in der Pfanne auf dem Herd vergass. Rund eine Stunde später war die Küche ausgebrannt – und das gesamte Hab und Gut der Familie zerstört. Was nicht direkt Hitze und Flammen zum Opfer fiel, wurde durch den dichten Rauch zerstört. Körperlich verletzt wurde bei dem Brand glücklicherweise niemand – auch weil der ältere Sohn einen kühlen Kopf bewahrte und umgehend die Feuerwehr rief.

Die Folgen sind dennoch dramatisch. Durch den Brand wurden nicht nur das Mobiliar und das restliche Eigentum, sondern auch die Wohnung vollkommen zerstört. Weil zum Zeitpunkt des Brandes keine Hausratversicherung bestand, hat die Familie keinen Anspruch auf finanzielle Unterstützung. Auch die Finanzierung eines vorübergehenden Hotel-Aufenthalts war darum durch keine Versicherung gedeckt.

Ein Dach über dem Kopf
Es war die Heilsarmee, die in einem ersten Schritt verhinderte, dass die Eltern und ihre beiden Söhne die Nacht des Brandes auf der Strasse verbringen musste. Am Tag danach fanden sie Unterschlupf in der Ein-Zimmer-Wohnung des bereits erwachsenen Sohnes. Die Kinder schliefen auf Decken auf dem Boden. Völlig erschöpft, die Kleider noch immer voller Rauchgestank, meldete sich der Familienvater schliesslich auf der Sozialberatungsstelle der Reformierten Kirche im Wyttenbachhaus in Biel mit der Bitte um Unterstützung. Weil er kein Sozialhilfebezüger sei, fühle sich das Sozialamt nicht zuständig. Und die Empfehlung, sich für 3000 Franken pro Monat in einem Hotel einzuquartieren, übersteige das Familienbudget.

Obwohl auch die Sozialberatungsstelle weder über ein Budget noch über Notwohnungen verfügt, konnten erste Hilfeleistungen gesprochen werden. So zeigte sich der gemeinnützige ‚Ameisenverein Bern‘ auf Anfrage spontan bereit, Geld zu spenden für neue Kleider und Schuhe. Ausserdem konnte eine günstige Zweizimmerwohnung in Schulnähe organisiert werden, wo die vierköpfige Familie seither im Sinne einer Notlösung lebt.

Sehnsucht nach Normalität
Sie müsse noch oft an das Feuer denken, erzählt Wafaa Hiltbrand: «Ich öffnete die Küchentüre und es stand einfach alles in Flammen». Sie schlafe schlecht und mache sich Gedanken darüber, was alles noch hätte passieren können. Vor allem für die Kinder sei wichtig, dass wieder Alltag einkehre. Am dringlichsten sei eine neue Wohnung, sind sich die beiden einig. Mit einem Tisch für die Hausaufgaben. Und mit Betten, Geschirr und einem Schrank und allem anderem was nötig ist, damit sich die Familie so bald wie möglich erholen und wieder irgendwo zu Hause fühlen kann.

Flyer Spendenaufruf Hiltbrand

Spenden über: http://icfy.ch/hiltbrand